Pogromnachts-Gedenkfeier

20171109Pogromnacht1„Man stolpert mit dem Kopf und mit dem Herz“ – in diesem Sinne gedachten Studierende und KollegInnen des Westfalen-Kollegs anlässlich des 79. Jahrestages der Pogromnacht am 9. November 1938 der Shoaopfer, insbesondere Auguste und Aaron Jordans sowie der Familie Neugarten und Frieda Sterns, für die das Westfalen-Kolleg 2014 und 2015 in der Rheinischen Straße Stolpersteine verlegt hat.

Damit das geschehene Unrecht – trotz des immer größer werdenden Zeitabstandes – nicht in Vergessenheit gerät, ist es wichtig über die Verbrechen der Nationalsozialisten zu informieren und ein Mitfühlen mit den Opfern zu ermöglichen. Dass auf diese Weise gleichzeitig auch eine klare Haltung gegen Rechtsextremismus bezogen werden kann und Rassismus vorgebeugt wird, darin waren sich die OrganisatorInnen der Gedenkfeier einig.

20171109Pogromnacht2So lasen während der Veranstaltung in der kleinen Cafeteria Studierende und Lehrende einen Text zu Reaktionen des Auslandes auf die Reichspogromnacht, aber auch unmittelbare Erlebnisberichte von Opfern aus Dortmund vor und schauten zwei Zeitzeugenberichte aus einem Film des deutsch-schwedischen Regisseurs und Dokumentarfilmers Erwin Leiser. Ein auf dem Boden aus Kerzen geformtes Herz war flankiert von den Namen der Familien Neugarten/Jordan und symbolisierte die Verbundenheit mit ihnen.

Danach brachen alle gemeinsam zum Lokaltermin auf, zu den letzten freiwilligen Wohnorten der beiden Familien in der Rheinischen Straße. Nachdem die Stolpersteine geputzt worden waren, ging es zurück in die Schule und die Teilnehmenden der Gedenkfeier brachten ihre Emotionen in herzförmigen „Wortwolken“ zum Ausdruck, so dass die Veranstaltung ein Erinnern mit Hand, Herz und Verstand ermöglichte und ein bleibendes Dokument dieses Gedenktages entstand.

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