Geschichte / Sozialwissenschaften

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1. Semester

Im ersten Semester geht es um die generelle Frage, wie sich verschiedene Kulturbereiche berühren, sei es dadurch, dass Gesellschaften mit unterschiedlichen Traditionen und Überzeugungen aufeinandertreffen, sei es, dass Menschen aus einer Gesellschaft in eine andere Gesellschaft gehen, um dort dauerhaft zu leben. Im Geschichtsunterricht des Westfalen-Kollegs werden dabei zwei wesentliche Themen berührt.

a) Dortmund liegt im Ruhrgebiet und das Ruhrgebiet war schon immer eine Gegend, in die Menschen aus anderen Gebieten einwanderten. Das liegt an der wirtschaftlichen Bedeutung unserer Region im 19. und 20. Jahrhundert, als sie ein Zentrum des Bergbaus und der Kohle- und Stahlindustrie war. Arbeitskräfte wurden gesucht und Arbeitskräfte kamen; im 19. Jahrhundert aus dem Gebiet des heutigen Polen, das damals noch Teil des Deutschen Reiches war. Während des sogenannten „Wirtschaftswunders“ in den 1950er Jahren wurden umfangreich Arbeitskräfte aus Südeuropa, z.B. Italien und der Türkei angeworben. Viele dieser Menschen blieben und prägten die kulturelle Entwicklung, aber auch die Sprache der Region. Heute gibt es wieder andere Formen der Migration. Im Geschichtsunterricht schauen wir nach Gemeinsamkeiten, Unterschieden und Besonderheiten dieser historischen Entwicklung.

Geschichte2 „Die Gastarbeiter kommen“ (Zeichnung Udo Schotten)

 

b) Im Mittelalter und in der Frühmoderne standen die muslimische Welt und die Welt des westlichen Europas in engem Kontakt. Spanien war muslimisch und es gab einen umfangreichen Waren- und Kulturtransfer in beide Richtungen. Der Kontakt war allerdings nicht immer friedlich, die Ausdehnung des islamischen Herrschaftsbereichs geschah als kriegerische Expansion und die christlichen Reiche Europas versuchten, die „heiligen Stätten“ des heutigen Nahen Ostens in den Kreuzzügen mit Gewalt zurückzuerobern. Im Unterricht betrachten wir Gesellschaft und Kultur der beiden damaligen Welten, wie die Kontakte und Konflikte aussahen und welche Lehren wir heute daraus ziehen können.

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