Geschichte / Sozialwissenschaften

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4. Semester

Die Entwicklungslinien des 19. Jahrhunderts, die wir im dritten Semester untersuchen, mündeten in die Katastrophe des Ersten Weltkriegs, die das endgültige Ende der alten Welt der Könige und Adeligen bedeutete. Die industriellen Gesellschaften führten diesen Krieg als industriellen Tötungsprozess, Kriegstechnik, -organisation und -politik waren die Produkte der neugeformten, bürgerlichen Nationalstaaten. Wie konnte die Welt in diese Katastrophe taumeln? Bestehen ähnliche Gefahren auch heute, bzw. leben ihre Ursachen heute noch fort?

Erster Weltkrieg, die Zwischenzeit der Weimarer Republik, die NS-Diktatur und der Zweite Weltkrieg sind als Komplex aber nicht trennbar. Einige Historiker reden von einer langen, von einer Friedenszeit unterbrochenen Weltkriegsphase, die 1945 endete. Die Auseinandersetzung mit der Zeit des Nationalsozialismus, seiner Entrechtung aller, seinem rassistischem Kriegswüten und dem ungeheuerlichen Massenmord an Juden, Sinti, Roma, Homosexuellen, behinderten Menschen, an allen Unliebsamen, muss im Geschichtsunterricht einen wichtigen Schwerpunkt einnehmen. Wir Menschen im heutigen Deutschland haben zwar keine Schuld an diesen Verbrechen, aber wir tragen die Verantwortung dafür, diese Geschichte zu bewahren und die Lehren daraus für unser gesellschaftliches und politisches Leben zu ziehen. Deshalb betrachten wir im Unterricht die ideologischen und politischen Grundlagen dieser Diktatur und ihre Auswirkungen auf den Alltag der Menschen; aber auch den Versuch einiger, Widerstand zu leisten und gegen das Verbrechen anzugehen. Denn nur so können wir den heute immer noch virulenten Rassismus und Rechtsradikalismus erkennen und ihm widerstehen.

 

Geschichte5

„Unter deutschen Dächern: Reichstagsgebäude einst und jetzt“, Zeichnung Udo Schotten, 2020

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