Landeskunde Südamerika - Día de Muertos

20181031DiadeMuertos.jpgAm 31.10.2018 beschäftigte sich ein Spanisch-Kurs im 2. Semester in einem landeskundlichen Exkurs mit dem südamerikanischen Feiertag Día de Muertos - dem Tag der Toten.

Die umfangreichen Feierlichkeiten zum Totengedenken werden in Südamerika, insbesondre in den zentralamerikanischen Staaten, traditionell am 01. und 02. November begangen. Die Studierenden erfuhren, dass der Día de Muertos auf den aztekischen Totenkult zurückgeht, bei dem einmal im Jahr Verstorbene der Familien nach Hause eingeladen werden. Friedhöfe, Häuser und Straßen werden bunt und aufwändig dekoriert und mit Kerzen erleuchtet. Dazu werden die Lieblingsspeisen der Verstorbenen in den Familien zubereitet und eine „ofrenda“ (Altar) errichtet, auf der Fotos, Kerzen und Blumen zum Totengedenken aufgestellt werden. Auf die ofrenda gehören auch bestimmte Speisen wie das Pan de Puerto - das Totenbrot, welches traditionell mit Orangenschalen und Zimt zubereitet wird. Im Rahmen des Unterrichts hatten die Studierenden die Gelegenheit, das selbst gebackene Brot zu probieren.

Das Fest enthält neben den indigenen Gepflogenheiten auch christliche Bräuche, die an die Erntedankzeit erinnern. Außerdem fällt der Feiertag mit dem christlichen Kalender auf das katholische Allerheiligen und Allerseelen, die ebenfalls an die Verstorbenen erinnern. 

Die Studierenden erarbeiteten einen Vergleich zwischen den kulturellen und religiösen Gepflogenheiten europäischer und südamerikanischer Ländern und blickten dabei zugleich auf die historischen Hintergründe. Ausschnitte aus dem Animationsfilm "Coco" erweiterten die inhaltlichen Eindrücke.

Die Unterrichtseinheit hat am Westfalen-Kolleg mittlerweile jahrelange Tradition und erfreut sich bei den Studierenden andauernder Beliebtheit.

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