Informatik

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Was ist Informatik? 

„In der Informatik geht es genauso wenig um Computer wie in der Astronomie um Teleskope.“

Dieser Ausspruch des bedeutenden Informatikers Edsger Wybe Dijkstra verdeutlicht ein klassisches Missverständnis: Weit verbreitet ist die Vorstellung ist , Informatiker und Informatikerinnen täten Tag und Nacht nichts anderes, als an Computern zu basteln, zu programmieren, viele Anwendungsprogramme zu nutzen, Server im Internet zu hacken und anderer Menschen Computerprobleme zu beheben.

Womit beschäftigen sich Informatiker und Informatikerinnen dann?
Der Name der Strukturwissenschaft Informatik ist zusammengesetzt aus den Begriffen Information und Automatik. Diese beiden Begriffe spiegeln die wesentliche Fragestellung der Informatik wider: Wie kann eine systematische, automatisierte Verarbeitung von Informationen unser Leben vereinfachen, verbessern oder verändern?

Dazu ist es notwendig, die Strukturen der unterschiedlichsten Abläufe in unserer Umwelt zu erkennen: Dies ist die wesentliche Aufgabe der Informatiker und Informatikerinnen. Sie entscheiden, wo und wann sie den Computer sinnvoll einsetzen können. Der Computer führt die Arbeiten dann nur noch aus. Er bleibt stets nur ein Hilfsmittel.

Informatik am Westfalen-Kolleg

Die informativen Ideen finden sich in unserem Leben fast überall wieder: In der digitalen Kommunikation über das Internet oder über Mobiltelefone, in der modernen Unterhaltungsindustrie, beim Einkaufen mit Kreditkarte, im Boardcomputer des Autos, in den Anzeigetafeln im Bahnverkehr, in der Verwaltung, in der Industrie oder in der Forschung: Informatik bestimmt unser Leben. Das Fach Informatik soll einen Einblick in diese Abläufe geben und ein Bewusstsein für die Bedeutung und die Auswirkungen der Informatik schaffen.

Die Inhalte der Einführungsphase (1. & 2. Semester) dienen einerseits dazu, einen Überblick über die Gebiete der Informatik zu schaffen und so einen Eindruck von dem Fach zu geben:

  • Die technische Informatik: Wie ist ein Computer prinzipiell aufgebaut?
  • Die praktische Informatik: Wie kann man mit informativen Methoden „realitätsnahe“ Probleme lösen?
  • Die theoretische Informatik: Welche Probleme sind überhaupt mit einem Computer lösbar?
  • Informatik & Gesellschaft: Welche Auswirkungen hat die Informatik auf unsere Gesellschaft und unser tägliches Leben?

Obligatorisch ist in diesem Zusammenhang auch der Besuch im größten Computermuseum der Welt, dem Heinz-Nixdorf-Museumsforum

Andererseits werden die für die Qualifikationsphase und damit auch für das Zentralabitur wesentlichen Grundkenntnisse im Bereich des Problemlösens, der Algorithmik und des Programmierens in der Programmiersprache JAVA gelegt.

Die Inhalte der Qualifikationsphase (3. – 6. Semester) richten sich zunehmend an komplexeren, aber auch realistischen Problemen aus, wie z.B.: Wie sortiert man möglichst schnell eine CD- oder DVD-Sammlung? Lohnt es sich langfristig, mit anderen Menschen zu kooperieren oder nicht?

Die informativen Inhalte, die hinter diesen Fragestellungen stehen, sind:

  • Realität verstehen und abbilden: Die Objektorientierte Modellierung.
  • Probleme analysieren und lösen: Algorithmen.
  • Informationen strukturieren und festhalten: Datenstrukturen & Datenbanken.
  • Kommunikation im Internet: Client-Server-Strukturen.
  • Computer und deren Grenzen: Automatentheorie.

Die Inhalte sind immer an eine Vertiefung der Kenntnisse der Programmiersprache JAVA geknüpft. Die Informatik steht jedoch im Vordergrund.

Weiterführende Links 

Das Positionspapier der Gesellschaft für Informatik: Was ist Informatik?

Wikipedia – Was ist Informatik? 

Informatik im Zentralabitur

Die Entwicklungsumgebung BlueJ

Das JAVA Hamster Modell – Einführung in die Programmierung

 


Das Curriculum ist auf der Grundlage der Vorgaben im Zusammenhang mit dem „Zentralabitur NRW“ konzipiert!
Link zu den Vorgaben fürs Zentralabitur und zu den fachspezifischen Operatoren und Aufgabenbeispielen:
Operatoren und Aufgabenbeispiele